Anwendung selbst gewählter Homöopathie


Homöopathie bei Erkrankungen im Nervensystem

Neuralgien (Trigeminus, Ischias)

Neuralgie heißt soviel wie Nervenschmerzen. Gemeint ist damit, dass im Bereich eines oder mehrerer Nerven Schmerzen empfunden werden, ohne dass man die Ursache sicher zu erkennen vermag. Oft stecken Herderkrankungen dahinter, d.h. minimal große Abszesse stören das gesunde Gleichgewicht im Körper. Die Folgen können sehr unterschiedlich sein. In vielen Fällen werden dadurch die normalen Regulationen behindert, sodass der Organismus sein Gleichgewicht nicht wiederfindet. Herde dieser Art können in alten Narben gefunden werden, etwa in Verwachsungen der Mandeln; auch Körperhöhlen wie die Nasennebenhöhlen bieten ihnen Platz, oder abgetötete Zähne, an deren Wurzelspitzen sich Granulome bilden. Hier ist ein weites Feld für die Neuraltherapie und für die Elektro-Akupunktur.

Wenn die Schmerzen von Kaffee ausgelöst oder verschlimmert werden: Coffea D12 bis D30, morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.
Wenn anfallsweise krampfartige Schmerzen von Kälte schlimmer, in Wärme besser werden: Magnesium phosphoricum D12 bei Beschwerden etwa stündlich 1 Gabe, oder Colocynthis D30 bei Beschwerden etwa stündlich 1 Gabe.
Wenn Feuchtigkeit (Wetter, Baden etc.) verschlimmert: Aranea D12 bis D30 morgens 1 Gabe.
Wenn akute Schmerzen mit großer Angst auftreten, besonders bei Nacht: Aconitum D12 bis zu viertelstündlich 1 Gabe.

Je nachdem welcher Nerv betroffen ist und schmerzt, kommen verschiedene homöopathische Arzneien in Frage.

Bei Trigeminusneuralgie (im Gesicht):
schlimmer Kälte, schlimmer Berührung, schlimmer nachts, schlimmer Wetterwechsel: Magnesium carbonicum D30 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.
schlimmer nachts, schlimmer Berührung, schlimmer feuchte Kälte, schlimmer kaltes Waschen, schlimmer Kauen: Mezereum D30 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.
schlimmer Kälte, Wärme und Druck bessern, meist rechts, anfallsweise: Magnesium phosphoricum D12 bis D30 morgens und bis zu viertelstündlich 1 Gabe.
schlimmer feuchte Kälte: Aranea D30 morgens 1 Gabe.
schlimmer Kauen, schlimmer Temperaturwechsel, schlimmer Sprechen, meist linksseitig: Verbascum D30 morgens und bei Beschwerden bis zu stündlich 1 Gabe.
schlimmer Bewegung, schlimmer Berührung, schlimmer Erschütterungen, oft mit Tränenfluss und zusammen mit Herzbeschwerden, vorwiegend links: Spigelia D30 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.

Bei Okzipitalneuralgie (am Hinterkopf):
Mit Ausstrahlen in die Augen, schlimmer Bewegung und Neigen des Kopfes: Cimicifuga D30 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.
Ausstrahlen in das Auge der schmerzhaften Seite, schlimmer Berührung: Paris D30 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe

Bei Intercostalneuralgie (der Zwischenrippennerven):
Bei akuten Schmerzanfällen, schlimmer Berührung, Hämorrhoiden, Drehen oder Strecken des Rumpfes: Ranunculus bulbosus D12 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.

Bei Ischiasneuralgie (vom Kreuz bis in die Zehen):
Bei allgemeiner Unruhe, Reizbarkeit und Überempfindlichkeit; schlimmer Wärme und schlimmer nachts: Chamomilla D30 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Bei Dauerschmerz mit krisenhaften Anfällen. Kann nicht still liegen: Colocynthis D30 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Bei sehr heftigen Schmerzanfällen mit Ausstrahlen von den Lenden in die Hinterseite der Schenkel: Scolopendra D30 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Bei rechtsseitigem Ischias schlimmer Kälte, schlimmer Berührung, schlimmer Liegen, Wärme und Druck bessern: Magnesium phosphoricum D12 bis D30 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.
Bei linksseitigem Ischias, der auch über das Gebiet des Nerven hinaus ausstrahlt: Xanthoxylon D12 bis D30 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.
Bei linksseitigem Ischias schlimmer Sitzen, schlimmer feuchte Kälte, Liegen bessert, zugleich mit Verkürzungsgefühl der Sehnen: Ammonium muriaticum D12 morgens und bis zu zweistündlich 1 Gabe.
Ischias mit gleichzeitigen Beckenbeschwerden, schlimmer Regel: Cimicifuga D12 bis D30 morgens und bis zu zweistündlich 1 Gabe.
Ischias mit Beschwerden im kleinen Becken, schlimmer Sitzen, schlimmer Aufstehen aus dem Sitzen, Besserung durch Gegendruck der Stuhllehne auf das Kreuz: Sepia D30 morgens 1 Gabe.

Neuritis, Nervenentzündung

Unterscheidet sich von der Neuralgie dadurch, dass echte Nervenschäden vorliegen. Je nach der Ursache kommen homöopathisch in Frage:

Wenn Kälte (Erfrierung) die Ursache war: Aconitum D30 morgens 1 Gabe.
Wenn eine Arsenvergiftung vorliegt (Brennschmerz): Arsenicum album D30 morgens 1 Gabe.
Wenn Diphtherie die Ursache war: Diphtherotoxinum D30 einmal wöchentlich morgens 1 Gabe.
Wenn Bleivergiftung die Ursache ist (Benzin, Bleiverglasung etc.): Plumbum D30 einmal wöchentlich morgens 1 Gabe.
Bei blitzartig einschießenden Schmerzen und Muskelschwund mit Kälte der betroffenen Gliedmaße: Carboneum sulfuricum D30 morgens 1 Gabe.

Bandscheibenschaden

Die Knorpelscheiben, die zwischen den Wirbelkörpern eingefügt sind und die Wirbelsäule elastisch beweglich halten sollen, können durch Überanstrengung, Alterung und andere Einflüsse degenerieren. Wenn sie von den benachbarten Wirbelkörpern herausgepresst werden und das Rückenmark oder die dort austretenden Nervenwurzeln unter Druck setzen, können diese schwer geschädigt werden, sodass schließlich nur noch operative Hilfe möglich ist. Insgesamt habe ich den Eindruck gewonnen, dass bei Orthopäden und Chirurgen zu wenig bekannt ist, welche wirksamen konservativen Möglichkeiten die Homöopathie bietet, sodass nicht selten voreilig operiert wird.

Folgen eines Bandscheibenvorfalls sind Schmerzen im Kreuz und im Bereich des Ischiasnerven, der das ganze Bein mit Empfindung und Bewegung versorgt. Solange noch keine Gefühlsstörungen vorliegen (Taubheit der Haut) und keine muskuläre Schwächung, wohl gar mit Muskelschwund) pflege ich keinen Bandscheibenvorfall anzunehmen. Neben den Arzneien, die bei Kreuzschmerzen und Ischias angegeben sind, haben sich mir die Disci compositum-Präparate der Firma WALA sehr bewährt, am besten als Injektionen. Die sind freilich zur Selbstmedikation nicht geeignet.

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden, derentwegen ärztliche Hilfe in Anspruch genommen wird. Es ist eigentlich nur aus Verlegenheit, dass sie hier bei Erkrankungen im Nervensystem eingeordnet sind. Es kommt zwar immer wieder einmal vor, dass Kopfschmerzen Symptom einer schwerwiegenden und bedrohlichen Krankheit sind. Sie sollten schon ernst genommen werden und einem Arzt vorgestellt werden, aber wenn man jeden Kopfschmerzkranken allen diagnostischen Methoden unterziehen würde, wäre das Ergebnis nur minimal und die Kosten zu hoch. Wie überall, so gilt auch hier: wenn die Ursache aufzufinden und behebbar ist, sollten wir nicht zögern, diesen "Königsweg" der Therapie zu gehen. Beides trifft leider allzu selten zu. Eine sinnvolle homöopathische Behandlung ist auch möglich, wenn das nicht der Fall ist. Durch seine Symptome und Modalitäten weist uns der Kranke schon darauf hin, welche Arznei er braucht.

Manchmal führt zur Arzneiwahl schon der Teil des Kopfes, wo sich die Schmerzen konzentrieren:
Im Bereich der Stirn, schlimmer Hitze und Schwüle, Nasenbluten und jeder andere Blutverlust bessern: Melilotus D10 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
An der rechten Stirnseite: Kalium bichromicum D12 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
An den Schläfen, mit Blutfülle, Schläfrigkeit, Benommenheit: Gratiola D12 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.
An der linken Stirnseite oder Schläfe: Ginkgo D12 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe oder Niccolum D30 morgens und bis zu zweistündlich 1 Gabe.
An der rechten Schläfe: Belladonna D12 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe oder Sanguinaria D12 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.
Ausgehend vom inneren Augenwinkel: Oreodaphne D12 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.
Am Hinterkopf: Acidum picrinicum D30 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe, oder am Hinterkopf, meist bei Verstopfung: Lac defloratum D12 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Am Hinterkopf, zieht dann zur Stirn: Gelsemium D12 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.

Kopfschmerzen nach der Art der Schmerzen:
Klopfen, mit plötzlichem Auftreten und Verschwinden, dabei roter schwitzender Kopf und weite Pupillen, schlimmer Licht, schlimmer Erschütterungen, schlimmer Bücken: Belladonna D12 abends und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Kopfschmerzen, Wahl der Arznei nach Modalitäten:
Nach kalten Getränken, kaltem Baden und übermäßig viel Essen: Antimonium crudum D10 dreimal täglich vor dem Essen und bis zu stündlich 1 Gabe.
Nach erschöpfender Krankheit oder Säfteverlusten (Blut, Durchfall etc.), bei geschwächten, reizbaren, blutarmen Menschen: China D12 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.
Nach körperlicher Anstrengung: Epiphegus D10 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Nach alkoholreichen Festessen oder ungewohntem Trinken (zweckmäßig auch schon vorher zu nehmen): Paullinia D10 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Nach Biergenuss (besonders in ungewohntem Maß): Aloe D12 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Nach Kaffeegenuss: Coffea D30 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Nach Ärger, Zorn, zu scharf gewürztem oder üppigem Essen: Nux vomica D12 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Bei Anstrengung von Schulkindern oder jungen Menschen durch Konzentration: Calcium phosphoricum D12 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Nach geistiger Überanstrengung (Lernen); Besserung durch Essen: Anacardium D12 bis D30 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.
Bei Anstrengung der Augen (Lesen, feine Handarbeit etc.): Onosmodium D12 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Bei (passivem) Rauchen, nach Ärger und Widrigkeiten: Ignatia D12 bis D30 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Bei Ärger und Verstopfung: Bryonia D12 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Beim Erwachen, vor der Regel oder wenn sie ausbleibt: Lachesis D30 abends 1 Gabe, bei Bedarf stündlich 1 Gabe.
Bei Bluthochdruck oder Blutfülle, auch bei Ausbleiben der Regel: Veratrum viride D12 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Mit geistiger Erschöpfung nach sexueller Aktivität: Acidum phosphoricum D10 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.
Mit geistiger Erschöpfung nach sexueller Aktivität: Staphisagria D12 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.
Infolge Unterdrückung eines katarrhalischen Infekts: Sulfur D12 morgens und abends 1 Gabe.
Bei Blutarmut und labilem Kreislauf: Ferrum D10 morgens und abends 1 Gabe, oder China D12 viermal täglich vor dem Essen und Schlafen 1 Gabe.
Bei Klopfen der Adern im ganzen Körper, schlimmer infolge Hitze: Glonoin D12 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Bei starker Sommerhitze: Natrium carbonicum D12 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Im warmen Raum und bei Stauung in den Venen: Natrium muriaticum D10 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.
Vor der Regel, besser wenn die Blutung einsetzt, schlimmer nach Schlaf: Lachesis D12 abends und bis zu stündlich 1 Gabe.
Bei der Regel: Cimicifuga D12 morgens und bis zu stündlich 1 Gabe.
Bei sitzender Lebensweise und bei gestauten Venen: Aesculus D10 viermal täglich vor dem Essen und Schlafen 1 Gabe.
Bei alten Leuten mit Bluthochdruck: Barium carbonicum D12 morgens und abends 1 Gabe.
Bei beruflich überstrapazierten Managern und "Schreibtischtätern": Nux vomica D12 morgens und bis zu halbstündlich 1 Gabe.
Bei Menschen sanfter Gemütsart, deren Verlangen nach frischer Luft zu kurz kommt: Pulsatilla D12 viermal täglich vor dem Essen und Schlafen 1 Gabe.
Bei schlechtem Befinden am Nachmittag, Kopfschmerz auch wenn eine Mahlzeit überschlagen werden muss: Lycopodium D12 mittags nach dem Essen und bis zu stündlich 1 Gabe.

Migräne

Das Wort leitet sich ab von der "Hemicranie", wo "der halbe Schädel" wehtut. Es ist ein typischer Durchblutungs-Schmerz; anfangs krampfen die Adern im Kopf, später erschlaffen sie. Beide Zustände mindern den Blutfluss und behindern das normale Funktionieren des Gehirns. Besonders misslich ist, dass die Erscheinungen immer wiederkehren, nicht selten im Zussammenhang mit der Regel, und dass oft Flimmern vor den Augen und Übelkeit bis zum Erbrechen zugleich auftreten.

Man behandelt zweckmäßig vorbeugend die Tendenz zur Migräne, nicht allein den Anfall. Treten die ersten Symptome bei Tage auf, nimmt man alle 3 Minuten eine Gabe; wird man aber schon mit voll ausgebildeter Migräne wach, lässt sie sich kaum mehr unterdrücken außer mit nicht-homöopathischen massiven, oft intravenösen Arzneigaben.

Homöopathisch sind oft hilfreich:
Wenn die Migräne mit Flimmern vor den Augen beginnt, insbesondere wenn die Anfälle im Zusammenhang mit der Regel auftreten: Cyclamen D12 bis D30 vorbeugend einmal im Monat vor Beginn der Regel, bei Beginn eines Anfalls eine Stunde lang alle 3 Minuten.
Bei Migräne mit Sehstörungen und Gefühl des Frierens: Menyanthes D12 vorbeugend einmal im Monat vor Beginn der Regel, bei Beginn eines Anfalls eine Stunde lang alle 3 Minuten.
Bei Migräne mit heftigem, saurem Erbrechen, oft am Ruhetag in der Woche, mit oder ohne Sehstörungen: Iris D12 bis D30 in gleicher Weise.
Wenn die Migräne regelmäßig die Seite wechselt: Lac caninum D12 bis D30, ebenso.
Bei rechtsseitiger Migräne, oft mit rotem Gesicht und mit starkem Erbrechen: Sanguinaria D12 bis D30, ebenso.
Wenn Leberleidende und Verstopfte zur Migräne neigen: Evonymus atropurpureus D12, ebenso. Wenn neben der Migräne der Verdauungsapparat (Magen und Darm) gestört oder geschwächt sind, lohnt es sich, regelmäßig die Organpräparate Hepar D3 und Pankreas D3 als Kügelchen der Firma WALA täglich eine Gabe von beiden einzunehmen.

Schwindel

Wenn Patienten über Schwindel klagen, meinen sie ganz verschiedene Symptome:
1.   dass ihnen schwarz vor Augen wird und sie Angst haben, ohnmächtig zu werden. Es handelt sich dann um eine Kreislaufstörung.
2.   dass sie unsicher auf den Beinen sind und torkeln oder taumeln. Meistens wird es besser nach Onosmodium D30 morgens 1 Gabe, bei Bedarf bis zu stündlich 1 Gabe.
3.   dass sich die Welt um sie zu drehen scheint (Drehschwindel). Ein guter Allgemeinarzt wird leicht entscheiden können, ob die Störung im Innenohr am Gleichgewichtsorgan sitzt oder gar im Kleinhirn; wenn sich da kein erheblicher Verdacht ergibt, sind homöopathisch zu empfehlen:
Das Hauptmittel, auch im hohen Alter noch angezeigt und wirksam: Conium D30 morgens und bis zu zweistündlich 1 Gabe.
Bei Reisekrankheit, auch bei Mangel an Schlaf: Cocculus D10 morgens 1 Gabe, bei Beschwerden alle paar Minuten 1 Gabe.
Beim Blicken in die Höhe oder von hoch oben in die Tiefe: Argentum nitricum D12 bis D30 bei Beschwerden bis zu viertelstündlich 1 Gabe.
Beim Öffnen der Augen und nach Tabakgenuss: Tabacum D30 bei Beschwerden bis zu stündlich 1 Gabe.
Infolge körperlicher Anstrengung: Tuberkulinum Rest D30 in seltenen Gaben (etwa einmal pro Woche oder Monat).

Krämpfe

Krämpfe sind unwillkürliche Zusammenziehungen von Muskulatur. Treten sie im Inneren des Körpers auf (an der Eingeweidemuskulatur), so sprechen wir von Spasmen; dazu finden Sie Hinweise bei Magen, Darm und Gebärmutter. Krämpfe der Skelettmuskulatur können kurzfristig auftreten (Zuckungen, klonisch) oder auch lang anhaltend (tonisch). Man sollte sich dem Arzt vorstellen.

Homöopathisch erweist sich oft als sehr wirksam (etwa bei nächtlichen Wadenkrämpfen): Cuprum D30 morgens und abends 1 Gabe.

Epilepsie, die Fallsucht

Die Epilepsie ist eine schwerwiegende Erkrankung des Zentralnervensystems und nicht zur Selbstmedikation geeignet. Die homöopathische Behandlung durch einen erfahrenen Arzt kann jedoch die Anfallsbereitschaft mindern und so die notwendige Menge allopathischer Arzneien geringer halten.

Parkinson-Krankheit, die Schüttel-Lähmung

Die Parkinson-Krankheit ist die Folge einer Degeneration im Stammhirn mit langwierigen, kaum zu beeinflussenden Prozessen. Auch homöopathisch kann sie nicht geheilt werden, allenfalls wird der Verlauf hinausgezögert. Selbstmedikation kommt nicht in Frage.