Geschwülste - Tumore

Im gesunden Zustand haben viele Zellen unseres Organismus die Fähigkeit, sich bei Bedarf zu vermehren, etwa nach Verlust durch Verletzung brauchen wir das uns mitgegebene Heilvermögen. Was aber Zellen dazu veranlasst, sich von der übergeordneten Steuerung des Körpers abzukoppeln und ungezügelt, ungehemmt draufloszuwachsen, das ist oft nicht zu erkennen. Wenn wir einen Tumor im Inneren tasten können, ist er meist schon auf Millionen Zellen herangewachsen.

Man unterscheidet die gutartigen von den bösartigen (malignen) Geschwülsten. Gutartige (wie etwa das Gebärmuttermyom und viele andere) hängen unter meist glatter Oberfläche dicht zusammen und stören nur dadurch, dass sie andere Gewebe wegdrängen, was zB innerhalb des Schädels zu schweren Störungen führt. Bösartige Tumore (Krebs) schieben sich an ihrer Oberfläche zwischen andere Zellen, die sie durch ihren Wachstumsdruck zerstören; sie wachsen in solche Gewebe hinein und zerstören sie (sie infiltrieren destruktiv). Indem sie in Blut- oder Lymphbahnen eindringen, werden sie auch abgelöst und mitgespült, sodass sie sich in anderen Organen neu ansiedeln in sog. Tochtergeschwülsten oder Metastasen. Unentbehrliche Teile des Organismus können von ihnen vernichtet werden, sodass sie schließlich den Tod herbeiführen können.

Einige Faktoren sind bekannt für die Schäden, die Zellen zu derart zerstörendem Wachstum veranlassen können. Dazu gehört die genetische Anlage, einige chemisch wirkende Stoffe (wie etwa Tabaksqualm und -teer im zarten Gewebe der Lungen), auch radioaktive und Röntgen-Strahlung; vermutlich auch noch Umweltgifte (vom Asbest und von gewissen Holzschutzmitteln ist es bekannt).

Was lässt sich tun?

Empfohlen werden Vorsorgeuntersuchungen, die bei Gesunden durchgeführt werden, noch bevor irgendein Verdacht aufgekommen ist. Diese Vorsorge dient der Früherkennung von Krebs, um ihn in einem Stadium zu diagnostizieren, wo er noch leicht zu bekämpfen ist. Eine echte Vorbeugung findet freilich nicht statt; zu verhindern ist die Krebskrankheit damit nicht.

Zur Therapie werden "Stahl und Strahl" verwendet, also das Skalpel des Chirurgen und die Röntgen- bzw. radioaktive Strahlung; ferner wird Chemotherapie gegeben, die Zellteilungen chemisch hemmt. Auf den Vorstellungen der Anthroposophie beruht die Behandlung mit Mistelpläparaten, die im Körper die eigene Abwehr mobilisieren will.