Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles Nichts
(Schopenhauer).
Denn all das Geld und all das Gut
gewährt zwar viele Sachen;
Gesundheit, Schlaf uud guten Mut
kann's aber doch nicht machen.
(Matthias Claudius)
Die WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) in Genf gibt uns eine Definition von Gesundheit vor, die dermaßen perfektionistisch das Freisein von allen leiblichen und psychischen Beschwerden fordert, dass kaum noch ein Gesunder auf dieser Welt anzutreffen wäre, wenn sie Recht hätte.
Versuchen wir es anders: wer nicht leidet oder doch trotz seinen Beschwerden gut leben kann, den wollen wir als gesund ansehen.
Zugegeben, es könnte schon der Todeskeim in ihm wuchern, sei es ein Krankheitserreger oder eine Geschwulst. Es könnte dem Menschen noch besser gehen, wenn er nicht sein Päckchen an körperlichen oder psychischen Verletzungen mit sich zu tragen hätte. Vielleicht wäre auch das Wohlbefinden noch erfreulicher, wirkten sich nicht ao allerlei Umweltfaktoren störend aus. Aber nehmen wir mal optimistisch an, dass der/diejenige gesund ist, dem/der es gelingt, ein sinnvolles, glückliches Leben zu führen und die etwaigen Leiden überwinden zu können.
Gewiss ist die Gesundheit eines alten Menschen eine andere als die eines Kindes; Männer sind anders gesund als Frauen, Behinderte anders als Menschen ohne derlei Schäden.
Das mal vorausgesetzt, so stellt sich sogleich die Frage: und wie bleibt man gesund? Lässt sich Krankheit vermeiden? Die Wissenschaft vom gesunden Leben nennt sich "Hygiene". Und das ist weit mehr als "Sauberkeit", die man häufig als Inbegriff der Hygiene preist. Stellen wir uns das Problem einmal so, indem wir die Möglichkeiten des Erkrankens aufzählen und uns überlegen, was man tun kann, um der Krankheit aus dem Wege zu gehen.